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    Reportaje Fotográfico

BESCHREIBUNG

Die Burg "San Miguel" wird im Augenblick restauriert und seine Überreste werden einer historischen, archäologischen Forschung unterzogen, für die eine sehr lange Zeit investiert wird bis diese abgeschlossen ist. Dennoch kann man heutzutage bereits aus ihren Trümmern einen Einblick in ihre stürmische Vergangenheit gewinnen.

Der Eingang befindet sich an der nördlichen Fassade, die mit vier runden Türmen ausgerüstet ist, welche in der Zeit von Karl V. gebaut wurden. Eine Brücke, bestehend aus zwei Bögen, führt zu dem Haupttor. In der Nähe des Tores befand sich ursprünglich die Zugbrücke. Die zweite Brücke nimmt die Stelle der Verteidigungs-Barbakane ein, an der man eine Steinmauer gefunden hat, bevor diese Stelle in unserer Zeit gepflastert wurde. Diese Steinmauer besitzt eine ähnliche Dicke wie die genannte Brücke und hat eine Tiefe von 3,60 m.

An der südlichen Mauerseite dieses Brückenbogens befindet sich eine Tür, hinter welcher ein Treppenabsatz zu sehen ist. Von hier aus geht ein Treppengang zu dem Felsen, welcher ein Fundament für die Burg ist. Dort gabeln sich zwei Stege, die uns auf den Platz hinweisen, durch welchen die Festungswache in Richtung der Barbakane hinausging, um den Feind, der das Tor aufbrechen wollte, überraschend in den Rücken zu fallen. Nach dem Haupttor sehen wir das, was sehr wahrscheinlich der Hauptturm war, wo einst der hohe maurische Beamte zu wohnen pflegte. Dieser Turm kommt offensichtlich aus der Nasridenzeit, welcher gleichzeitig späteren Umbauwerken unterzogen worden ist. An beiden Seiten des Turmes sind Überreste der Verteidungsmauer zu sehen, die bis zum Turm hinführen. Auf der linken Seite geht die Besichtigung duch eine Art von Gang zwischen zwei Mauern weiter: der alten Mauer, die die Reste einer Tür mit zwei verschiedenen Fussböden aus unterschiedlichen Zeiten aufweist, und der Mauer aus der Zeit von Karl V.. Diese zweite Mauer endet an einem runden Turm, der auf einen anderen viereckigen Turm aufgebaut ist, dessen Lehmbautechnik auf die Frühzeit der Mauren zurückzuführen ist.

Von diesem Turm aus geht auch eine andere Lehmmauer in Nord-Süd Richtung, die West-Fassade, welche sich sehr wahrscheinlich in einem so schlechten Zustand befand, dass diese mit Steinen überbezogen und an dem oberen Teil auch mit Steinen befestigt wurde. Weiter zu der Süd-Fassade, finden wir eine Rampe, die zum Platz der Kanonenbatterie führt. Heutzutage, ohne jegliche Ausgrabungen durchgeführt zu haben, kann man sehr interessante arabische Reste aus Lehm betrachten, welche von einer Mauer aus der Zeit von Karl V. unterbrochen werden, die gleichzeitig diesen Platz abgrenzt. Die Burg von innen stellt augenblicklich keine flache Oberfläche dar, wie es sich für einen entsprechenden Waffenplatz gehören würde. Die Mitte ist durch einen kleinen Felsenhügel des ehemaligen Bergs gekennzeichnet und durch Mauerüberreste von Räumen aus der arabischen Zeit umgeben, welche noch nicht erforscht worden sind. Dort ragt ein Pavillion in neoklassichem Baustil hervor, der eigentlich keine offensichtliche Verbindung mit den anderen Strukturen der Burg aufweist und der wahrscheinlich, um eine höhere Persönlichkeit des Königreichs zu huldigen, im 18 Jh. aufgebaut wurde.

Heute ist dieser Pavillion das Stadtmuseum. Diesem gegenüber befindet sich die Öffnung eines grossen Wassertanks. In der Nähe des Wassertanks und Richtung Westen liegt der bekannte unterirdische Kerker, der in arabischen und christlichen Schriftquellen sehr oft genannt wird. Dieser ist im Felsen geöffnet worden und hat 7 Meter Tiefe. Auf dem oberen Teil des Berges befinden sich die Reste eines Palasthauses aus der Zeit der Nasriden, die viel Aufmerksamkeit erregen. Mitten im Gebäude ist eine viereckige Zisterne, deren längeren Seiten durch zwei Blumenbeeten umgeben war. Die Zimmer sind um diese herum verteilt. Richtung Südosten liegen die Bäder, für welche das Wasser möglicherweise mit einem Ziehbrunnen hinauf geführt wurde, deren Reste im Südteil auftauchen. Unter den Überresten des Palasthauses haben die Ausgrabungen römische Strukturen hervorgebracht, wie Mauern, Fussböden, eine Wasserzisterne und einen kleinen Friedhof aus der frühen Zeit des römischen Kaiserreiches. Die West-Fassade weist Reste einer Tür und einer römischen Mauer auf, hinter welcher zwei kleinen Zisternen zu sehen sind.

Hinter den Resten der Festungsmauer, die wahrscheinlich in der Zeit von Karl III. restauriert wurde, und hinter einem viereckiegen Turm befindet sich ein Festungstor, das sehr wahrscheinlich aus der Zeit vor den Nasriden stammt. Dieses verbindet die Burg mit dem "Coracha" Tor, das in einem Pfeilerkopf endet. Offensichtlich wurde der Aufbau dieses Verteidigungsteils der Burg bei dem Vergrösserungsumbau zusammen mit der neuen Hauptfassade unternommen.

 
VORGESCHICHTE

Die Festung kann in dem späten Phönizierzeitalter gebaut worden sein, dennoch sind bis heute keine Baustrukturen der erwähnten Kultur gefunden worden, ausser einigen Keramikstücken.

Nach dem Forschungsstand können wir behaupten, dass es sich hier um eine römische Festung handelt, wobei dies folgende Überreste bestätigen: Reste der Mauer und desTores an der Ost-Fassade, ferner zwei Zisternen und ein kleiner Friedhof aus der frühen Zeit des römischen Reiches im Innenteil des Platzes und Reste von Zimmern neben der mittelalterlichen Mauer an der West-Fassade. Während der langen Zeitspanne der Arabischen Besatzung wird diese Festung in Ereignisse hineingezogen, welche besonders von arabischen Historikern und Geographen erwähnt werden.

Die Ankunft von Abderraman I. an der Küste, der Aufruhr von Omar ben Hafsun, die verschiedene Ereignisse der Taifas Regierung in Granada, die Ankunft der Almoraviden und Almohaden, und insbesondere das Nasridenreich in Granada sind alle Ereignisse, die Almuñecar und ihre Festung immer mehr in den Mittelpunkt des historischen Geschehens rücken liessen. Die Festung diente zur Zeit der Nasriden nicht nur als Erholungspalast der Sultanen aus Granada, sondern auch als sehr berühmtes Gefängnis oder Kerker, in das einige abgesetzte Sultanen, ins Unglück gefallene Minister oder Heeresoberhäupter, denen man misstraute, geworfen wurden. Am Ende der Wiedereroberung wird diese Festung durch den Kaid Ibnal-Hay im Dezember 1489 nach der Kapitulation den Katholischen Königen übergeben. Nach der Übergabe wird diese Festung nach dem Namen des Heiligen der Stadt genannt und sie wird umgebaut.

Die wichtigsten Umbauarbeiten werden in der Zeit von Karl V. durchgeführt, wobei die Burg vergrössert und eine Grube und eine Zugbrücke gebaut wird. Auch zu dieser Zeit werden die Eingangsfassade zusammen mit den vier runden Türmen errichtet. Im Jahre 1808, während des Unabhängigkeitskrieges, war diese Festung unter französischer Herrschaft und wurde von englischen Schiffen bombardiert, welche diese in Trümmer verwandelten. Danach hatte diese keinen Wert mehr als Verteidigungsstelle. Aus diesem Grunde wurde im Jahre 1834 diese in den Stadtfriedhof umgeändert, eine Nutzungsweise, die bis vor kurzem bestanden hat.
 



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Tuesday to Saturday: 10'30 - 13'30 / 17'00-19'30
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 Actualización: 17.04.2006